1. Tag der Enterprise 2.0 Conference in San Francisco
Es herrscht eine etwas andere Stimmung auf Konferenzen in Übersee. Alles ist etwas größer und kleine Dinge werden größer gemacht. Die Menschen sind offen. Fast schon südländisch. Nachdem ich mich preregistered und einen Schritt weiter den checkin gemacht hatte hab ich meine badgebag bekommen. Sehr lustig. Wichtig. Und wehe Du trägst dein bagde nicht, da kommt sofort ein officer. Fast schon deutsche Gründlichkeit. Beim Eintreten wird die bagde nicht visiuell kontrolliert sondern per handy wird der RFID gescannt. WOW.
Die Einteilung der Sessions war im Vorfeld etwas unübersichtlich. Es war nicht ersichtlich, wenn auch zu erwarten, dass 3 gleichzeitig stattfinden werden. Von Titel her konnte ich mich nur schwer entscheiden:
- Implementing Enterprise 2.0: Exploring the Tools and Techniques of Emergent Change #e2conf-1
- Redefine Customer Engagement: A Framework for Incorporating Social Media #e2conf-2
- Selling the Case for Accelerating Business Performance with Enterprise Collaboration and 2.0 Technologies #e2conf-3
Ich hab mich für Implementing Enterprise 2.0 entschieden.
Implementing Enterprise 2.0
Der Sprecher war nicht besonders aufregend und das Thema in seinen Grundzügen auch schon weitesten bekannt. So hat er die bekannten Probleme aufgezeigt: kulturelle Veränderungen nicht die Tools alleine machen Enterprise 2.0 möglich. Die Informationen müssen transparent zugänglich sein und ausgetauscht werden. Unternehmen müssen sich ihren Mitarbeitern, Partnern und Kunden öffnen. Als er begonnen hat SLATES zu erklären konnte ich mich nur mehr schwer konzentrieren… Dann kam FLATNESSES und das war dann doch neu und einleuchtend. http://sn.im/t142y. Außerdem behandelte er noch die Entscheidungsparameter für zukünftige Software und welche Effekte die Software Produktion beeinflussen werden. Dion Hinchcliffe konnte mich beim Vortrag nicht fesseln. Seine Blogeinträge schon eher. http://sn.im/t1462.
Am Nachmittag gab’s dann gleichzeitig:
- Driving the Last 9 Yards of E20 - Innovation Management Workshop #e2conf-4
- Insider’s Guide to Evaluating and Selecting Social Software #e2conf-5
- Reality 2.0: Getting Started With Enterprise Social Networking #e2conf-6
Ich hab mich für Driving the Last 9 Yards of E20 entschieden, da ich als Produktmanager davon sicher am meisten profitieren kann.
Driving the Last 9 Yards of E20
Und das war eine gute Entscheidung. Der Carl Frappaolo ging gleich in die Vollen und hat alle von ihrem Nachmittagsschläfchen aufgeweckt. Diese Session hat dann auch den Namen Workshop verdient. Mittarbeiten war angesagt. Als er sagte “ihr müsst jetzt arbeiten” und “sei ein Kind die nächsten paar Stunden” hatte er mich endgültig. Carl hat sehr anschaulich einige Werkzeuge vorgestellt mit denn ein Innovationsprozess eingeführt werden kann. Diese sind an und für sich keine besondere Neuheit aber die Einteilung von Personen und Charaktertypen und wie man als Innovationsmanager damit umgehen kann und soll war sehr interessant. Explorer und Developer hat er unterschieden und die Charaktereigenschaften dürften allen die Produktmanagement machen bekannt sein, auch wenn man die Zuordnung noch nicht so vorgenommen hat. Am interessantesten waren die kleinen Spiele die er machte an Hand derer er ganz ausgezeichnet die Ideen darstellen konnte. Ich werde diese hier nicht vorstellen, aber wenn Du interessiert bist schreib mir ein E-Mail und ich lade Dich zu meinem Zusammenfassungsvortrag ein an dem wir das eine oder andere ausprobieren werden.
Ich bin schon gespannt auf die Vorträge morgen. Schöne Grüße aus dem warmen San Francisco.

