Nov
06
2009
0

Mr. Enterprise 2.0 meets Doctor Wave

Doctor Wave (Gregory D’Alesandre, Productmanager Google Wave) aus Australien und Mr. Enterprise 2.0 (Haymo Meran, Productmanger Gentics) aus Österreich treffen sich irgendwo in der Mitte. Genauer gesagt in San Francisco anlässlich der Enterprise 2.0 Expo. Und worüber sollten die beiden sprechen wenn nicht über die Zukunft der Welt.

Mr Enterprise 2.0 and Doctor Wave

Mr Enterprise 2.0 and Doctor Wave

Mr. Enterprise 2.0: “Doctor Wave wird sich jetzt die ganze Welt verändern?”

Doctor Wave: “Ja, absolut alles wird sich verändern!”

Mr. Enterprise 2.0: “Wow, ist Google Wave dafür verantwortlich, dass sich jetzt die ganze Welt verändern wird?”

Doctor Wave: “Nein. Veränderung gab’s schon immer und wird es auch immer geben”

Mr. Enterprise 2.0: “Cool, dann muss ich ja gar nichts tun!”

Doctor Wave: “Doch, Du musst Dich verändern!”

San Francisco war wieder eine Woche im Goldrausch. Nur Gold gibt’s zur Zeit nicht. Was übrig bleibt ist der Rausch und die Gewissheit, dass alles anders wird. Lasst uns die Zukunft verändern. Zum Besseren.

Nov
06
2009
0

4. Tag der Enterprise 2.0 Conference in San Francisco

Signiertes Enterprise 2.0 Buch

Signiertes Enterprise 2.0 Buch

Meet Andrew McAfee

Andrew hat sein neues Buch vorgestellt und dann auch gleich verteilt. Bin schon ganz gespannt und freue mich auf eine vernünftige Lektüre für den 18h Heimtrip.

Can Enterprise 2.0 crack the knowledge Management Culture Barrier?

Carl Frapaolo hat seine Evolutionstheorie vorgestellt. Dabei teilt er Unternehmen in 6 Entwicklungsstufen ein die sie durchmachen bis sie zu einem Enterprise 2.0 werden. Dabei werden sowohl kulturelle als auch technologische Aspekte betrachtet. Die Kultur eines Unternehmens spielt dabei eine besonders wichtige Rolle. Die erste Frage die man dabei den Mitarbeitern stellen sollte ist “Do you share?”. Die Antwort darauf gibt meist einen ganz guten Eindruck darüber, wie die Kultur des Unternehmens ist. Etwas genauer ist da schon Enterprise 2.0 Kreis. Das ist eine Kreis bei dem man verschiedene Themen (Structure, technology, culture, innovation, communication, team structure, current KM practises, Procces) betrachtet und auf einem Kreis einträgt. Dieses Hilfsmittel ist ein schneller Indiz wo man bei einem Unternehmen ansetzten muss wenn man Enterprise 2.0 einführen möchte.

Launching winning Products in the market - how social software improves your odds
Diese Podiumsdiskussion Beschäftigte sich mit Innovation und was wichtig ist um erfolgreich Produkte zu finden und umzusetzen. In der Diskussion haben sich folgende Eckpunkte als gemeinsame Erfolgsfaktoren herausgestellt:
  • schnelles Scheitern ist wichtig. Damit ist gemeint, dass ein Prototyp schnell aufzeigen soll, ob das Produkt erfolgreich ist oder nicht.
  • Fördere Produkte oder Funktionen die erfolgreich sind. Allzu oft wird das offensichtliche übersehen.
  • Mach nicht einfach etwas cooles. Mach was die Kunden brauchen (Anmerkung: Das widerspricht der Vorgehensweise von Google, wie ich einem Gespräch mit Greg D’Alesandre von Goolge am Rande der Konferenz herausgefunden habe)
  • Beim Vorstellen einer Funktion beschreib nicht wie oder warum etwas so ist sondern zeige es! Lass es fühlen. (Damit stimmt auch Greg überein)
  • Designe es mit dem Endkunden im Hinterkopf (auch wenn das Produkt selbst nicht unmittelbar für den Endkunden adressiert ist)
Obwohl alle Beteiligte von großen Unternehmen waren, hatten sie alle eine gemeinsames Problem. Wie schaffen wir es ein Produkt zu machen, das am Markt erfolgreich ist. Diese Problem scheinen die Großen gleich wie die Kleinen zu haben.
Google Wave Integration
Greg D’Alesandre hat die Session eröffnet und hat aber nicht lange selbst über Google Wave gesprochen sondern lies mal wieder SAP, Thougtworker und Novel ihre Lösungen auf Basis von Google Wave vorstellen. Dabei gingen die Vorstellungen etwas tiefer als gestern bei der kurzen Keynote, haben aber nichts neues ans Tageslicht gebracht.
Interessant war die Frage ob Google Wave Email ersetzten würde. Greg hat dies nicht verneint aber auch nicht bejaht. Die typische Google Antwort war: Wir haben etwas gemacht von dem wir glauben, dass es den Menschen hilft. Wir wollten nicht ein bestehendes System (Email, Lotus Notes, Google Docs, etc) ablösen sondern etwas anderes schaffen. Eine ganz gute Anwendung für Google Wave ist es als Tool bei Meetings zu verwenden. Das denke ich auch und möchte es auch gleich beim nächsten Gentics Meeting ausprobieren.
Ich kann mir auch vorstellen, dass der Contenterstellungsprozess mit Hilfe von Google Wave verbessert werden kann und eine Integration von Wave in Gentics Content.Node ausprobiert werden sollte.
Nov
05
2009
0

3. Tag der Enterprise 2.0 Conference in San Francisco

Greg D’Alesandre, Productmanager Google Wave

Greg hat Google Wave vorgestellt. Wave besteht aus einem Protocol (http://www.waveprotocol.org/), Product und eine Plattform. Wave versucht nicht das gewohnte Email Vehalten nachzubilden. Eine Wave ist eine Serie von Nachrichten oder auch nur ein einzeles Dokument. Falls es nur ein einzelnes Dokument ist kann mittels replay der gesamte Verlauf der Erstellung nachverfolgt werden.

SAP hat gravity vorgestellt und einen Business Prozess gezeigt. Der Prozess wurde live von einem 2. User verändert. In einem Cockpit konnten die Processingdaten live mit verfogt werden. So können hotspots erkannt werden die verändert werden müssen um den Prozess zu verbessern.

Thoughtfarmer hat ein kleines feature in google wave eingebaut das im laufe des entwicklungsprozesses helfen kann. Dabei werden ganz einfach ähnlich wie bei facebook bestimmte tags z.b. #123 mit dem entsprechenden Ticket ergänzt. Auf das Ticket selbst konnten sofort Aktionen ausgeführt werden. (Abschliessen, blocken, etc).

Novell hat dann noch Pulse vorgestellt (http://sn.im/t24il). Wie das an sich sehr coole Product mit Google Wave zusammenarbeitet war für mich nicht klar. Die Idee Feeds gut verständlich an einem zentralen Ort zusammenzuführen und saogar anzuzeigen wer die NAchricht schon gelesen hat (natürlich IMMER mit avatar) finde ich sehr spannend und ungewöhnlich innovativ von Novell.

Hello, Booz Allen

Walton hat das Hello System von Booz Allen vorgestellt. Es ist ein Intranet mit vielen E2.0 Features. Im wesentlichen SSO, bookmarking, blog, wiki, networking und viel tagging. Das System wurde in 6 Monaten umgesetzt und mit opensource und kommenziellen Tool zusammengesetzt. Ein wesentlicher Faktor sind die Benutzerprofile und dass diese möglichst einfach anpassbar sind. “As one click as possible”. Weiters:

  • viral players and organized push
  • plan for education (easy but concepts are new)
  • define internal strategy
  • demostrate value fast (why are we doing this)
  • invovle core support allies: M&C, L&D, IS, HR, Legal

Bei der Einführung wurden bestimmte Personen ausgewählt die sich bereits im bestehenden Unternehmen als Kommunikationsdrehpunkte erwiesen haben ausgewählt und motiviert den Nutzen des Systems weiter zu tragen. Der Nutzen kam durch die Nutzung. Die Schulung war nicht für die Benutzung des Systems notwendig sondern was damit gemacht werden und wie es im Alltag hilft. Die nächste Schritte sind die Integration von MOSS 2010 und eine Microbloggingfunktionalität.

Hear from the Analysts on Sharepoint 2010

Sharepoint 2010 wurde als infrastruktur Plattform präsentiert. Es ist keine Social Software. Finn verglich sharepoint mit Windows. Es soll eine Plattform darstellen auf der andere Unternehmen ihre Enterprise 2.0 Applikationen aufbauen können. Lustig fand ich seine Aussage “Sharepoint 2010 should be good enough for some companies” . Die beteiligten Consultants einigten sich dann darauf, dass der Erfolg von Enterprise 2.0 aber nicht auf IT Systemen basiert sondern eher auf der UI Design und der Experience die die User im Alltag haben. Erst wenn die Bedürfnisse der im Unternehmen beschäfftigten Personen richtig verstanden und adressiert werden schafft Enterprise 2.0 einen wahren Wert.

Customer Support in the facebook & twitter era

Customer Support kann mit Hilfe von x 2.0 Tool wesentlich verbessert werden. Bereits jetzt verwenden schon sehr viele Unternehmen Lösungen wie “GetSatisfaction”. Dieser Trend wird noch weiter gehen. Dabei werden 2 wesentliche Punkte adressiert.

  1. Das Volumen für den klassischen Support (E-Mail, Callcenter) wird reduziert
  2. Das Vertrauen und die Loyalität der Kunden durch die offene Behandlung von Supportanfragen gestärkt.

Es wird in Zukunft wichtig sein offen zu zeigen wie die Kunden behandelt werden. Andere werden das auch tun und fragen: “Wir sind transparent und zeigen wie wir mit Problemen umgehen. Ist das unsere Konkurrenz auch? Möchten Sie nicht wissen was sie kaufen?”. Offene kommunikation ist eine wesentlicher Bestandteil von Enterprise 2.0 und dazu zählt auch offener Umgang mit Support- und Featureanfragen.