
Gruppenbild mit einem Teil der Vortragenden
damit Österreich Europas Nr. im eGovernment bleibt muss das Selbstverständnis und die Strukturen der Verwaltung entsprechend gestaltet werden.
Mit diesem Blick in die Zukunft beendete Alexander Ammer von Capgemini Consulting die überaus erfolgreiche Veranstaltung “eGovernment 2.0 und Haushaltsrechtsreform” im Rahmen der future network Eventserie.
Mitinitiert und mitgeplant von Gentics dem österreichischen eGovernment - Experten, bot die Veranstaltung letzten Donnerstag neben einer breiten Palette an interessante Präsentationen von namhaften Experten auch eine Basis für den Erfahrungsaustausch für die Proponenten aus der österreichischen eGovernment-Praxis.
Dieses Konzept ging voll auf, in Präsentationen wurden nicht nur die neuesten Web-Portale das Unternehmensservice-Portal und das Gesundheitsportal im Verwaltungsbereich sondern auch deren dahinterliegenden Ziele und organisatorische Strukturen. Besonders interessant war die Tatsache dass erstmals ein eGovernment-Portal durch ein eigenes Gesetz organisatorisch und strategisch verankert wurde.

Alexander Szlezak CEO von Gentics bei seinem Vortrag
Gentics CEO Alexander Szlezak warf seinem Vortrag einen Blick Richtung Zukunft des eGovernment, Richtung neuer Formen der arbeitsteiligen Organisation von Redaktionsteams die Inhalte für Portale zu erstellen. Die Möglichkeiten die die Nutzung Social Media für die Verwaltung - Stichwort Government 2.0 - eröffnet rundeten dei Präsentation ab.
Um auf das Thema eGovernment einen umfassenderen Blick zu bekommen, wurden auch die Enabler dafür im Rahmen der Veranstaltung präsentiert und erörtert.
Da eGovernment-Plattformen finanziert werden müssen gehörte dazu eine Vorstellung der neuen Budgetregeln mit denen verstärkt Richtung moderner Kostenplanung und -steuerung gegangen werden soll.
Eine bestehende Finanzierung ohne neue Impulse nützt eGovernment - Bemühungen auch nicht sehr viel, so ist die Wirkungsorientierung als Impuls für die Modernisierung in Österreich “Chefsache” wie von Elisabeth Dearing vom Bundeskanzleramt präsentiert.
Das bei all den eGovernment-Bemühungen nicht darauf vergessen sollte die generierten Daten auch regelmässig und langfristig zu sichern. Was für Auswirkungen schlechte Archivierung haben kann zeigte Alexander Leiningen-Westerburg mit seiner Präsentation und dem traurigen Beispiel der verlorenen Bänder der Apollo 11 Mission.
Abgeschlossen wurde das Event mit einem Vortrag zur Stellung und Akzeptanz von IT-Leitern in der Verwaltung. Diese ist mehr als verbesserungswürdig und wirkt sich laut Studie von CapGemini auch auf die Qualität der (eGovernment) Projekte der IT-Abteilungen aus.
Zusammengefasst war das Event ein guter Erfolg und bot für Angehörige der Verwaltung die Möglichkeit sich zu vernetzen und die aktuellsten Infos und Trends zum Thema eGovernment live zu bekommen.
Persönlich bin ich der Meinung dass bei der empfehelnswerten Wiederholung eines solchen Events auch der eine oder andere Experte ausserhalb der österreichischen eGovernment-Szene eingeladen werden sollte, um wertvolle Inputs zu diesem Thema einbringen zu können.