Nov
06
2009
0

Mr. Enterprise 2.0 meets Doctor Wave

Doctor Wave (Gregory D’Alesandre, Productmanager Google Wave) aus Australien und Mr. Enterprise 2.0 (Haymo Meran, Productmanger Gentics) aus Österreich treffen sich irgendwo in der Mitte. Genauer gesagt in San Francisco anlässlich der Enterprise 2.0 Expo. Und worüber sollten die beiden sprechen wenn nicht über die Zukunft der Welt.

Mr Enterprise 2.0 and Doctor Wave

Mr Enterprise 2.0 and Doctor Wave

Mr. Enterprise 2.0: “Doctor Wave wird sich jetzt die ganze Welt verändern?”

Doctor Wave: “Ja, absolut alles wird sich verändern!”

Mr. Enterprise 2.0: “Wow, ist Google Wave dafür verantwortlich, dass sich jetzt die ganze Welt verändern wird?”

Doctor Wave: “Nein. Veränderung gab’s schon immer und wird es auch immer geben”

Mr. Enterprise 2.0: “Cool, dann muss ich ja gar nichts tun!”

Doctor Wave: “Doch, Du musst Dich verändern!”

San Francisco war wieder eine Woche im Goldrausch. Nur Gold gibt’s zur Zeit nicht. Was übrig bleibt ist der Rausch und die Gewissheit, dass alles anders wird. Lasst uns die Zukunft verändern. Zum Besseren.

Nov
06
2009
0

4. Tag der Enterprise 2.0 Conference in San Francisco

Signiertes Enterprise 2.0 Buch

Signiertes Enterprise 2.0 Buch

Meet Andrew McAfee

Andrew hat sein neues Buch vorgestellt und dann auch gleich verteilt. Bin schon ganz gespannt und freue mich auf eine vernünftige Lektüre für den 18h Heimtrip.

Can Enterprise 2.0 crack the knowledge Management Culture Barrier?

Carl Frapaolo hat seine Evolutionstheorie vorgestellt. Dabei teilt er Unternehmen in 6 Entwicklungsstufen ein die sie durchmachen bis sie zu einem Enterprise 2.0 werden. Dabei werden sowohl kulturelle als auch technologische Aspekte betrachtet. Die Kultur eines Unternehmens spielt dabei eine besonders wichtige Rolle. Die erste Frage die man dabei den Mitarbeitern stellen sollte ist “Do you share?”. Die Antwort darauf gibt meist einen ganz guten Eindruck darüber, wie die Kultur des Unternehmens ist. Etwas genauer ist da schon Enterprise 2.0 Kreis. Das ist eine Kreis bei dem man verschiedene Themen (Structure, technology, culture, innovation, communication, team structure, current KM practises, Procces) betrachtet und auf einem Kreis einträgt. Dieses Hilfsmittel ist ein schneller Indiz wo man bei einem Unternehmen ansetzten muss wenn man Enterprise 2.0 einführen möchte.

Launching winning Products in the market - how social software improves your odds
Diese Podiumsdiskussion Beschäftigte sich mit Innovation und was wichtig ist um erfolgreich Produkte zu finden und umzusetzen. In der Diskussion haben sich folgende Eckpunkte als gemeinsame Erfolgsfaktoren herausgestellt:
  • schnelles Scheitern ist wichtig. Damit ist gemeint, dass ein Prototyp schnell aufzeigen soll, ob das Produkt erfolgreich ist oder nicht.
  • Fördere Produkte oder Funktionen die erfolgreich sind. Allzu oft wird das offensichtliche übersehen.
  • Mach nicht einfach etwas cooles. Mach was die Kunden brauchen (Anmerkung: Das widerspricht der Vorgehensweise von Google, wie ich einem Gespräch mit Greg D’Alesandre von Goolge am Rande der Konferenz herausgefunden habe)
  • Beim Vorstellen einer Funktion beschreib nicht wie oder warum etwas so ist sondern zeige es! Lass es fühlen. (Damit stimmt auch Greg überein)
  • Designe es mit dem Endkunden im Hinterkopf (auch wenn das Produkt selbst nicht unmittelbar für den Endkunden adressiert ist)
Obwohl alle Beteiligte von großen Unternehmen waren, hatten sie alle eine gemeinsames Problem. Wie schaffen wir es ein Produkt zu machen, das am Markt erfolgreich ist. Diese Problem scheinen die Großen gleich wie die Kleinen zu haben.
Google Wave Integration
Greg D’Alesandre hat die Session eröffnet und hat aber nicht lange selbst über Google Wave gesprochen sondern lies mal wieder SAP, Thougtworker und Novel ihre Lösungen auf Basis von Google Wave vorstellen. Dabei gingen die Vorstellungen etwas tiefer als gestern bei der kurzen Keynote, haben aber nichts neues ans Tageslicht gebracht.
Interessant war die Frage ob Google Wave Email ersetzten würde. Greg hat dies nicht verneint aber auch nicht bejaht. Die typische Google Antwort war: Wir haben etwas gemacht von dem wir glauben, dass es den Menschen hilft. Wir wollten nicht ein bestehendes System (Email, Lotus Notes, Google Docs, etc) ablösen sondern etwas anderes schaffen. Eine ganz gute Anwendung für Google Wave ist es als Tool bei Meetings zu verwenden. Das denke ich auch und möchte es auch gleich beim nächsten Gentics Meeting ausprobieren.
Ich kann mir auch vorstellen, dass der Contenterstellungsprozess mit Hilfe von Google Wave verbessert werden kann und eine Integration von Wave in Gentics Content.Node ausprobiert werden sollte.
Nov
05
2009
0

3. Tag der Enterprise 2.0 Conference in San Francisco

Greg D’Alesandre, Productmanager Google Wave

Greg hat Google Wave vorgestellt. Wave besteht aus einem Protocol (http://www.waveprotocol.org/), Product und eine Plattform. Wave versucht nicht das gewohnte Email Vehalten nachzubilden. Eine Wave ist eine Serie von Nachrichten oder auch nur ein einzeles Dokument. Falls es nur ein einzelnes Dokument ist kann mittels replay der gesamte Verlauf der Erstellung nachverfolgt werden.

SAP hat gravity vorgestellt und einen Business Prozess gezeigt. Der Prozess wurde live von einem 2. User verändert. In einem Cockpit konnten die Processingdaten live mit verfogt werden. So können hotspots erkannt werden die verändert werden müssen um den Prozess zu verbessern.

Thoughtfarmer hat ein kleines feature in google wave eingebaut das im laufe des entwicklungsprozesses helfen kann. Dabei werden ganz einfach ähnlich wie bei facebook bestimmte tags z.b. #123 mit dem entsprechenden Ticket ergänzt. Auf das Ticket selbst konnten sofort Aktionen ausgeführt werden. (Abschliessen, blocken, etc).

Novell hat dann noch Pulse vorgestellt (http://sn.im/t24il). Wie das an sich sehr coole Product mit Google Wave zusammenarbeitet war für mich nicht klar. Die Idee Feeds gut verständlich an einem zentralen Ort zusammenzuführen und saogar anzuzeigen wer die NAchricht schon gelesen hat (natürlich IMMER mit avatar) finde ich sehr spannend und ungewöhnlich innovativ von Novell.

Hello, Booz Allen

Walton hat das Hello System von Booz Allen vorgestellt. Es ist ein Intranet mit vielen E2.0 Features. Im wesentlichen SSO, bookmarking, blog, wiki, networking und viel tagging. Das System wurde in 6 Monaten umgesetzt und mit opensource und kommenziellen Tool zusammengesetzt. Ein wesentlicher Faktor sind die Benutzerprofile und dass diese möglichst einfach anpassbar sind. “As one click as possible”. Weiters:

  • viral players and organized push
  • plan for education (easy but concepts are new)
  • define internal strategy
  • demostrate value fast (why are we doing this)
  • invovle core support allies: M&C, L&D, IS, HR, Legal

Bei der Einführung wurden bestimmte Personen ausgewählt die sich bereits im bestehenden Unternehmen als Kommunikationsdrehpunkte erwiesen haben ausgewählt und motiviert den Nutzen des Systems weiter zu tragen. Der Nutzen kam durch die Nutzung. Die Schulung war nicht für die Benutzung des Systems notwendig sondern was damit gemacht werden und wie es im Alltag hilft. Die nächste Schritte sind die Integration von MOSS 2010 und eine Microbloggingfunktionalität.

Hear from the Analysts on Sharepoint 2010

Sharepoint 2010 wurde als infrastruktur Plattform präsentiert. Es ist keine Social Software. Finn verglich sharepoint mit Windows. Es soll eine Plattform darstellen auf der andere Unternehmen ihre Enterprise 2.0 Applikationen aufbauen können. Lustig fand ich seine Aussage “Sharepoint 2010 should be good enough for some companies” . Die beteiligten Consultants einigten sich dann darauf, dass der Erfolg von Enterprise 2.0 aber nicht auf IT Systemen basiert sondern eher auf der UI Design und der Experience die die User im Alltag haben. Erst wenn die Bedürfnisse der im Unternehmen beschäfftigten Personen richtig verstanden und adressiert werden schafft Enterprise 2.0 einen wahren Wert.

Customer Support in the facebook & twitter era

Customer Support kann mit Hilfe von x 2.0 Tool wesentlich verbessert werden. Bereits jetzt verwenden schon sehr viele Unternehmen Lösungen wie “GetSatisfaction”. Dieser Trend wird noch weiter gehen. Dabei werden 2 wesentliche Punkte adressiert.

  1. Das Volumen für den klassischen Support (E-Mail, Callcenter) wird reduziert
  2. Das Vertrauen und die Loyalität der Kunden durch die offene Behandlung von Supportanfragen gestärkt.

Es wird in Zukunft wichtig sein offen zu zeigen wie die Kunden behandelt werden. Andere werden das auch tun und fragen: “Wir sind transparent und zeigen wie wir mit Problemen umgehen. Ist das unsere Konkurrenz auch? Möchten Sie nicht wissen was sie kaufen?”. Offene kommunikation ist eine wesentlicher Bestandteil von Enterprise 2.0 und dazu zählt auch offener Umgang mit Support- und Featureanfragen.

Nov
04
2009
0

2. Tag der Enterprise 2.0 Conference in San Francisco

Enterprise 2.0

Enterprise 2.0

Los ging’s mit einer Serie an Keynotes. Allen voran Tammy Erickson von nGernera (Don Tapscott). Schon am Morgen wurde ich mit einer Serie an neuen Buzz Words durchgeschüttelt. Gen Y soll wohl die Net Generation sein, die Don Tapscott beschreibt. Mein amerikanischer Kollege mit dem ich die Keynotes lauschte ist auch nicht begeistert von diesen Buzz Words. Change war definitiv das am meisten gehörte Word. Es kam mir beinahe so vor als ob Obama eine Gehirnwäsche durchgeführt hätte und 90% der Wörter aus dem amerikanischen Vokabular gestrichen hätte. Als ob es bis heute keine Veränderung gegeben hätte und wir immer noch wie vor Millionen von Jahren leben würden… Chrtistian Finn, Director of SharePoint Product Management hat sich mit einer Kollegion als seeehr kreativ erwiesen: Er spielte sharepoint 2010 und und hatte ein Speedating mit einer Userin. Uhhhh. Anders war es auf jeden Fall. Andrew McAfee, father of Enterprise 2.0 ist wie immer sehr souverän aufgetreten. Er hatte auch was neues mit dabei. Die Top Enterprise 2.0 No-No’s. http://sn.im/t1qn3

  1. Saying our existing modes and tools will soon be obsolete
  2. Walled gardens
  3. Accentuate negative tendencies
  4. Declare a war on e-mail
  5. Fall in love with feature

Rob Tarkoff,  Adobe hat nichts besonderes zu sagen. Zumindest ist mir nichts hängen geblieben. Er hat einen Health care Use case vorgezeigt. Allerdings nur theoretisch. Leider nicht sehr gehaltvoll.

Exploring early Enterprise 2.0 Methologies

Hinchcliffe hat einige Punkte aus der gestrigen session wiederholt und mit neuen interessanten Inforamtionen ergänzt. 3 wichtige Punkte hat er genannt die bei jedem E2.0 Projekt berücksichtigt werden müssen:

  • address business concerns
  • deliver business value
  • help organisation acquire social computing competency
Ausserdem hat die Kostenverteilung bei E2.0 Projekten kurz angeschnitten und folgende Verteilung genannt:
cost of implementing E2.0
  • tools: 15%
  • integration: 25%
  • community management 25%
  • IT support 15%
  • project management 20%
Wie schon oft gehört sind tool oder Lizenzkosten meist nur ein kleiner Anteil der Gesamtkosten bei der Einführung von E2.0.
case study in Enterprise Micro-Blogging
Viele Unternehmen habe versucht die Nutzung von Twitter, Yammer und diversen Abkömmlingen aus verschiedenen Gesichtspunkten zu betrachten. Es konnte meiner Ansicht nach keine einzelner Nutzen gefunden werden der eindeutig die Nutzung von microblogging rechtfertigen könnten. Die Meinungen welches Kommunikationsmittel durch Microblogging abgelöst werden wird gingen auch sehr auseinander. Einig war man sich dass es als natürlich anzuwendenden Kommunikationsmittel verwendet werden kann. Es sind aber unterschiedliche Nutzungsmethoden zu unterscheiden. Nutzt man es zur Informationsgewinnung, Steigerung der Innovationsgrades und zur Inspiration ist eine hohe Zahl an followers und postings gut und gewünscht. Nutzt man es als Kommunkationsmittel innerhalb eines Unternehmens so sind viele follower und eine hohe Anzahl an posting eher hinderlich. Wie gut, dass man bei twitter blocken kann :)
Social Analytics: A New Source of Business Intelligence
Die Analyse von sozialen Aktivitäten ist ein wichtiger Bestandteil der E2.0 Aktivitäten geworden. Wichtig sind bei social Analytics weniger die Statistischen Daten (Wie viele Postings macht ein User) als seine Verbindungen. Wer spricht mit wem? In großen Unternehmen und in Kommunikation mit den Kunden sind die Beziehungen von Personen zueinander die interessanten Informationen. Auch hierbei sind realtime Daten gefragt, das die tool vor eine große Herausforderung stellt. Social analytics wird z.B auch dazu verwendet und in einem Intranet Informationen von Personen aus meinem persönlichem Umfeld höher zu werten als solche von mir unbekannten Personen.
The Secrect Sauce of Enterprise 2.0 Success at Booz Allen Hamilton
Booz Allen Hamilton ist eine Beratungsfirma im Juristischen Bereich. Zweit senior Partner haben über die Einführung und Nutzung ihres Intranet Systems gesprochen. Wichtig für sie war die Kommunikation von Telefon, Email und Besprechungen online und damit einsehbar zu bringen. Sachliche Diskussionen von Führungskräften werden über die Plattform ausgetragen. Diese Transparenz war zuerst nicht von allen sofort akzeptiert und hat auch Probleme mit sich gebracht. Besonders wichtig für Booz Allen Hamilton die die richtige Person für den richtigen Job zu finden und das hat die Plattform verbessert. Aussderm haben die Mitarbeiter begonnen über das Netzwerk Verbindungen zu knüpfen die sie tief mit dem Unternehmen verbinden. Würden sie das Unternehmen verlassen würden sie diese Verbindungen verlieren und das überlegt sich ein Mitarbeiter 2x.
IDEO on Enterprise 2.0: How to build collaborative Software that will people actually use
Gentry hat eine phänomenale Präsentation zum Thema Userinterface gebracht. Die Präsentation war so beeindruckend, dass man sich kaum auf die Inhalte konzentrieren konnte. Im wesentlichen ging er auf die Problemtik ein, dass es sich bei E2.0 nicht nur um Technologie sondern auch um System design (content, einführung) und Organisation Design dreht. Ausserdem hat er ein 5 Punkte System vorgestellt von dem er glaubt, dass es für hilft eine E2.0 Plattform erfolgreich zu machen.
  1. build pointers to people (like facebook)
  2. reward individual participation
  3. intuitive interface
  4. take the road more travelled
  5. iterate early and often
Abschließend hat er noch eindringlich darauf hingewiesen, dass Inferface Desing nicht Mensch zu Computer sondern Mensch zu Mensch sein soll.
The future of Social Messaging in the Enterprise
Diese Session war mehr eine Diskussionsrunde von verschiedenen hochkarätigen CEOs. Leider war der Inhalt dafür nicht besonders ansprechen. Wiedermal haben wir gehört, dass die Person als solche im Mittelpunkt steht. Jo. Was allerdings alle gemein hatten und vermutlich auch für die gesamte E2.0 Branche gilt ist, dass die Beschaffung von E2.0 Tools in den meisten Fällen NICHT den normalen Beschaffungsweg beschreitet. Damit ist auch der übliche sales Prozess nicht mehr erfolgreich und es werden andere Methoden verwendet. “Testing for free” und “buy when you like it” ist die gänige Variante. Auch Yammer macht es so. Interessant nur, dass viele Yammer User mit denen  ich in den letzten Tagen gesprochen habe keinen kommerziellen Account haben. Wie verdienen die dann ihr Geld?
Zusammenfassend interessanter Tag mit netten Inputs. Die großen drängen in die Branche und die kleinen versuchen erwachsen zu werden. Beides gelingt noch nicht ganz. Nächstes Jahr wird die Geschichte schon anderes aussehen.
Nov
03
2009
0

1. Tag der Enterprise 2.0 Conference in San Francisco

badge

badge

Es herrscht eine etwas andere Stimmung auf Konferenzen in Übersee. Alles ist etwas größer und kleine Dinge werden größer gemacht. Die Menschen sind offen. Fast schon südländisch. Nachdem ich mich preregistered und einen Schritt weiter den checkin gemacht hatte hab ich meine badgebag bekommen. Sehr lustig. Wichtig. Und wehe Du trägst dein bagde nicht, da kommt sofort ein officer. Fast schon deutsche Gründlichkeit.  Beim Eintreten wird die bagde nicht visiuell kontrolliert sondern per handy wird der RFID gescannt. WOW.

Die Einteilung der Sessions war im Vorfeld etwas unübersichtlich. Es war nicht ersichtlich, wenn auch zu erwarten, dass 3 gleichzeitig stattfinden werden. Von Titel her konnte ich mich nur schwer entscheiden:

  • Implementing Enterprise 2.0: Exploring the Tools and Techniques of Emergent Change #e2conf-1
  • Redefine Customer Engagement: A Framework for Incorporating Social Media #e2conf-2
  • Selling the Case for Accelerating Business Performance with Enterprise Collaboration and 2.0 Technologies #e2conf-3

Ich hab mich für Implementing Enterprise 2.0 entschieden.

Implementing Enterprise 2.0

Enterprise 2.0

Enterprise 2.0

Der Sprecher war nicht besonders aufregend und das Thema in seinen Grundzügen auch schon weitesten bekannt. So hat er die bekannten Probleme aufgezeigt: kulturelle Veränderungen nicht die Tools alleine machen Enterprise 2.0 möglich. Die Informationen müssen transparent zugänglich sein und ausgetauscht werden. Unternehmen müssen sich ihren Mitarbeitern, Partnern und Kunden öffnen. Als er begonnen hat SLATES zu erklären konnte ich mich nur mehr schwer konzentrieren… Dann kam FLATNESSES und das war dann doch neu und einleuchtend. http://sn.im/t142y. Außerdem behandelte er noch die Entscheidungsparameter für zukünftige Software und welche Effekte die Software Produktion beeinflussen werden. Dion Hinchcliffe konnte mich beim Vortrag nicht fesseln. Seine Blogeinträge schon eher. http://sn.im/t1462.

Am Nachmittag gab’s dann gleichzeitig:

  • Driving the Last 9 Yards of E20 - Innovation Management Workshop #e2conf-4
  • Insider’s Guide to Evaluating and Selecting Social Software #e2conf-5
  • Reality 2.0: Getting Started With Enterprise Social Networking #e2conf-6

Ich hab mich für Driving the Last 9 Yards of E20 entschieden, da ich als Produktmanager davon sicher am meisten profitieren kann.

Driving the Last 9 Yards of E20

Und das war eine gute Entscheidung. Der Carl Frappaolo ging gleich in die Vollen und hat alle von ihrem Nachmittagsschläfchen aufgeweckt. Diese Session hat dann auch den Namen Workshop verdient. Mittarbeiten war angesagt. Als er sagte “ihr müsst jetzt arbeiten” und “sei ein Kind die nächsten paar Stunden” hatte er mich endgültig. Carl hat sehr anschaulich einige Werkzeuge vorgestellt mit denn ein Innovationsprozess eingeführt werden kann. Diese sind an und für sich keine besondere Neuheit aber die Einteilung von Personen und Charaktertypen und wie man als Innovationsmanager damit umgehen kann und soll war sehr interessant. Explorer und Developer hat er unterschieden und die Charaktereigenschaften dürften allen die Produktmanagement machen bekannt sein, auch wenn man die Zuordnung noch nicht so vorgenommen hat. Am interessantesten waren die kleinen Spiele die er machte an Hand derer er ganz ausgezeichnet die Ideen darstellen konnte. Ich werde diese hier nicht vorstellen, aber wenn Du interessiert bist schreib mir ein E-Mail und ich lade Dich zu meinem Zusammenfassungsvortrag ein an dem wir das eine oder andere ausprobieren werden.

Ich bin schon gespannt auf die Vorträge morgen. Schöne Grüße aus dem warmen San Francisco.

Jul
29
2009
0

Twitter - mehr als nur ein Spielzeug?

Achtung Twittern kann süchtig machen

Achtung Twittern kann süchtig machen (c) carrotcreative

Spätestens seit Armin Wolf, bekannter österreichischer Nachrichten-Moderator und Twitterer, in Badehose per Twitter seinen Weg in die österreichische Medienlandschaft gefunden hat, ist der bekannte Micro-Blogging Dienst in Österreich in aller Munde.

Wieder nur ein weiteres Spielzeug, nur Zeitverschwendung? Oder haben Twitter oder andere Micro-Blogging-Dienste Potential für Anwendungen im Business? Das wird im Netz schon länger diskutiert, seit einiger Zeit bietet Twitter selbst ein offizielles Business 1×1.

Wie kann ich als Unternehmen Twitter nutzen?

Hier gibt es viele Möglichkeiten, für die ein Unternehmen teilweise gar nicht selbst twittern muss, sondern über die Twitter-Suche oder andere 3rd-party Tools die Möglichkeiten und das Potential von Twitter nutzen kann:

  • Markt- und Markenbeobachtung
    Durchsuchen Sie alle Tweets (= Nachrichten die jemand per Twitter verschickt) die sich mit Ihrer Marke, mit Ihrem Markt und Ihren Konkurrenten beschäftigen. Bleiben Sie damit am Puls des Social Webs
  • Kenne und Betreue Deine Kunden
    Lernen Sie Ihre bestehenden und potentiellen Kunden kennen und reagieren Sie auf diese. Wenn ihre Kunden über Ihr Produkt und Service positiv twittern haben Sie schon gewonnen!
  • Erfragen Sie Meinungen und Feedback
    Per Twitter können Sie einfach Ihre Kunden um Feedback bitten oder neue Ideen und Meinungen in Umlauf bringen. Lesen von und Antworten auf Tweets sind niederschwellig und versprechen daher bessere Response-Raten.
  • Werten Sie ihre Events auf
    Durch den Einsatz von Twitter und schönen Visualisierungsmöglichkeiten wie Twitterfall oder Visible Tweets ermöglichen Sie die interaktive Einbeziehung anwesender Besucher und deren Meinungen und bieten eine “Live-Coverage” für Abwesende per Twitter.

Andere, sehr kreative Einsatzmöglichkeiten von Twitter sind beispielsweise in diesem englischen Blogbeitrag “15 Innovative Uses for Twitter” beschrieben.

Twitterquette oder wie twittere ich erfolgreich?

Auch beim Twittern sind einige Dinge zu beachten um hier das volle Potential fürs Business ausschöpfen zu können.

  • Zuerst lesen dann schreiben
    Bevor Sie beginnen zu twittern, lesen Sie was Ihre Interessenten und Kunden beschäftigt und was sie an Informationen benötigen und reagieren Sie in Ihren Tweets darauf.
  • Seien Sie hilfreich
    Twittern Sie nicht nur Infos zu Ihren Produkten und Dienstleistungen sondern verbreiten Sie auch interessante, allgemeine Fakten aus Ihrem Bereich oder Ihrer Branche.
  • Spammen Sie nicht
    Schreiben Sie nicht mehr als ein, zwei Tweets in der Stunde, ein Tweet pro Tag sollte es aber zumindest sein, sonst geraten Sie in Vergessenheit.
  • Bleiben Sie menschlich
    Kommunikation läuft auch im Business zwischen Menschen und nicht zwischen Organisationen ab. Lassen Sie Ihre Tweets durchaus einmal “menscheln” damit ein Eindruck entsteht, dass hinter Ihrem Unternehmen auch Menschen mit Leidenschaft stecken.
  • Folgen Sie selektiv
    Folgen Sie nicht jedem Ihrer Follower automatisch sondern nur jenen die für Sie und Ihr Unternehmen interessante Informationen und Statements twittern. Ein ausgeglichenes Follower/Friends Verhältnis ist ein wichtiger Qualitätsfaktor eines erfolgreichen Twitterers.

Micro-Blogging bietet auch großen Nutzen für den Einsatz im Intranet, wir bei Gentics entwickeln daher zur Zeit dein Micro-Blogging Modul für den Einsatz in großen Unternehmensportalen, mit dem wahlweise Nachrichten intern und extern über Twitter aber auch wahlweise über die Open-Source Alternative Laconica versendet werden können.

Apr
20
2009
1

Enterprise 2.0 - Social Media Policy in der Praxis

Source: yanivba @ flickr.com

Quelle: yanivba @ flickr.com

“Aber die Sicherheit …” wohl einer der am häufigst genannte Gründe, Enterprise 2.0 in einem Unternehmen nicht einzuführen. Der Schutz von wichtigen Informationen ist vor allem in wissensbasierten Organisationen gleichbedeutend mit dem Schutz des wichtigsten Unternehmens-Kapitals.

Im Gegensatz dazu ist “die Kunst, loszulassen”, die kreative und offene Form des Umgangs mit Informationen ist die größte Stärke von Enterprise 2.0.

Ein unlösbarer Widerspruch?

Nein, statt restriktive Kontrolle ist ein Enterprise 2.0 Unternehmen dazu aufgerufen, seinen MitarbeiterInnen klare Orientierung und Regeln zu geben wie mit Informationen umzugehen ist.

Statt restriktiver Informationspolitik, werden Bereiche an Wissen als “sensibel” gekennzeichnet und Handlungssicherheit für die Mitarbeiter geschaffen. Damit wird Wissensaustausch und -verbreitung gefördert ohne sensible Informationen preiszugeben.

In einem Blog-Beitrag von Ross Dawson, einem der bekanntesten E2.0 - Experten, wird ein schönes Beispiel einer Social Media Policy des australischen Telekommunikationsunternehmens Telstra gezeigt. Telstra ist eines der ersten Unternehmen die diese Policy veröffentlicht haben.

Kernpunkte des Dokuments:

  • Ziel und Umfang des Einsatzes von Social Media im Unternehmen
  • Schützenswerte Unternehmensinformationen
  • Richtlinien für Verantwortung, Vertretung des Unternehmens und Respekt vor anderen beim Einsatz von Social Media
  • Trennung berufliche/private Nutzung von Social Media
  • Prozesse für Akkreditierung und Erstveröffentlichung von Unternehmensinformation nach aussen

Diese Policy zeigt deutlich wie die scheinbar unvereinbaren Forderungen nach Offenheit und Sicherheit vereinigt werden können.

Zur Nachlese finden sie die Links zum Policy - Dokument als Original und zum dazugehörigen Blog-Post mit dem es veröffentlicht wurde.

Mar
06
2009
0

Nachbetrachung: Total Vernetzt: E-Day 2009

Alle Jahre wieder E-day Time, d.h. die Wirtschaftskammer Österreich organisiert einen Tag, um IT im allgemeinen und Internet im speziellen KMUs (Klein- und Mittelunternehmen) näher zu bringen.

Seit Jahren ist das ein Pflichttermin. Gentics ist am E-Day gut vertreten, da wir auch eine sehr gute Zusammenarbeit mit der Aussenwirtschaftsorganisation und der Wirtschaftskammer Österreich hegen.

An diesem e-Tag trifft man immer wieder viele interessante Persönlichkeiten aus dem IT-Umfeld und kann viele spannende Gespräche führen.

Dieses Jahr ist ganz viel Gentics am E-Day zu sehen:

  1. ein Gentics-Stand, wo wir unser Enterprise CMS und Enterprise Portal präsentierten (besetzt durch Stefanie Zankl und Manuel Aghamanoukjan)
  2. ein Impulsvortrag zum Thema Enterprise 2.0 von Klaus-M. Schremser (-> zur Slideshare-Präsentation)
  3. Sowie zwei Teilnahmen an Podiumsdiskussionen
  4. ein Vortrag zum Thema “Mehr Power durch Online-Vernetzung: Trends im Internet - Nutzen für Ihr Unternehmen” von Haymo Meran
  5. und den Gentics LiveTweet von 9.00 -21.00

Beim Gentics Live Tweet können TeilnehmerInnen während der Vorträge per SMS mitdiskutieren, Haymo Meran hat diesen moderiert und schaltet sich immer wieder in die Vorträge mit einer Zusammenfassung der Kommentare ein. Dabei läuft der Tweet auf einer großen Leinwand in der Keynote Area.

Wenn die Besucher ihr Gesicht und/oder Namen bei ihren Tweets haben wollen, konnten Sie sich bei unserem Stand fotografieren und erfassen …

Laßt uns mal wieder Twittern http://www.twitter.com/webcms

Zusammenfassung des Events: Börse-Express Artikel

Nachbericht von Manuel Aghamanoukjan

Written by klaus in: Enterprise 2.0 | Tags: , , ,
Dec
05
2008
2

Tweet dir was!

Enterprise 2.0 ist viel Arbeit, das wissen wir nun und ob sich alle Tools erfolgreich einsetzen lassen, hängt vom Enthusiasmus einiger weniger ab.
Blogs haben wir eingesetzt, Wiki-Areas sind auch im Entstehen, einige nutzen Twitter und jeder benutzt Facebook und Xing bei uns. Wenn man aber die
eingeführten Tools (und natürlich auch das beginnende Umdenken im Management und auch bei den Mitarbeitern zu mehr Selbstorganisation und weniger

Kontrolle) betrachtet, dann hat ein Web 2.0 Tool bei uns klar im Benchmarking gesiegt.

Unser Enterprise 2.0 Portal bietet auch die einfache Möglichkeit zu twittern (oder heisst es jetzt tweeten? :) und dieser gemeinsame Tweet hängt in

den Eingangshallen unseres Unternehmens (Gentics) und begrüsst nicht nur die Mitarbeiter jeden Morgen, sondern auch unsere Kunden und Partner. Hier

finden sich Tagesstimmungen, aktuelle Kurzinfos von Mitarbeitern im Ausseneinsatz (Messen, Kunden, Vorträgen), Liebesbekundungen und virtuelle

Wutausbrüche, als auch spontante Ideen von unseren Employees 2.0 und CEO’s 2.0. Das Tool hat bei mir die höchste Punktezahl bekommen :).

mfg kms

Oct
18
2008
0

E 2.0 ‘08 - das Intro - Video

Bilder sagen bekanntlich mehr als 1000 Worte …. na, dann lassen wir ein Video sprechen.

Video (Deutsch)

Video (English)

stay tuned, mfg kms

Oct
16
2008
0

E 2.0 ‘08 - das Event zum Thema Enterprise 2.0 [deutsch]

Am 14. November 2008 veranstalten wir eine Veranstaltung rund um das Thema Enterprise 2.0, dabei werden wichtige Themen rund um den Einsatz von sich selbst entwickelnder Social Software im Unternehmensbereich vorgebracht, also jener Web 2.0 Tools, die bereits viele Bereiche des privaten Internetlebens erobert haben. 

Als Höhepunkt wird es eine hochkarätige Podiumsdiskussion geben, deren Teilnehmer genauso hochkarätig sein werden: Hr. Roland Jabkovski (Geschäftsführer der Bundesrechenzentrum GmbH), Hr. Elmar Grasser (CTO von Orange), Hr. Günter Kavsek (CIO Cross Integration), Hr. Gregor Herzog (Strategie Wirtschaftskammer), Hr. Alexander Szlezak. Für die Moderation konnten wir Hrn. Gerhard Laga (e-Experte der Wirtschaftskammer Österreich) gewinnen.

Neben weiteren Vorträgen von Hrn. Hans-Peter Kollnig über das neue, globale  Intranet Portal von Swarovski und Hrn. Haymo Meran über das Thema Enterprise 2.0 und die Theorie der “strong and weak ties” (von Prof. Andrew P. McAfee, Havard Business School) wird auch noch eine reale Anwendung von Enterprise 2.0 präsentiert.

Wir dürfen auf einen interessanten Event hoffen. Weitere Infos gibt’s unter http://www.e20.at

Stay tuned,

mfg kms

Oct
15
2008
0

The social technology [english]

How about become a bit more 2.0?

A customer of mine said to his briefing to a design agency: “and the website should be a bit more web 2.0” Yeah! 2.0 is fancy. The web is 2.0 now they say. How about Enterprises? Are Enterprises 2.0? Governments? 2.0? But what is that 2.0 thing in an Enterprise or Government? The good old times systems work. And they work well. The business is running well. So why should we change? And what to change?

About 8-9 years ago we heard the same rumors about changes. They said everything will change. The internet is coming up and all old businesses will fail if they don’t change to internet driven business. The net provider promised us video phones and broadband connections. We all know what happened then. The video quality was bad, the connections were slow and most internet businesses failed. The technical revolution failed - at least at that time.

What they promised then is coming up now. And we love the world we live in now. Even if we hear older people talking about how bad all this new stuff is and how good the old times have been. This and with that I am sure, will never change. They see their own loved achievements disappear and emerging technologies and young people replacing their own technologies or even themselves. It’s a deep fear of losing importance.

Technology changed for real since the 2k bubble. This is a fact. Mobile videos are of good quality, the internet connections are fast. But somehow there is more that changed since then. A new generation of young people, growing up with all that new mobile multimedia stuff, is conquering the world of business. New consumers help developing the products they consume by themselves. Wikinomics tells us something about what is happening. New rumors are emerging: “Go 2.0! The social internet is coming up! Change your business! Get social! Let your customers and suppliers develop your products!” This sounds great. Nothing to do for us anymore. Customers and suppliers care about our products and we just have to earn money. Something tells me this will not work.

The change we are facing now is not a technological one, even if the root of the change is technology. This took place. The new technology enabled us to share and search and contribute. The change is a social one. Our kids grew up using this tools and expect the business world to work like that too. It doesn’t right now. Some companies (Synaxon, treadless) tried to implement now technologies and experiment with different organizational structures. They also changed and this is crucial complete the world of values.

* to share knowledge and information
* to collaborate within the enterprise and its dialog groups
* to accept incompleteness, if more speed is the yield
* to use and contribute knowledge
* no fear to change, instead lead the change
* peer production
* have fun while working

“INATT” (It’s not about the technology) in this sense is more accurate then ever. Slowly but inexorably our kids are growing and the bring with the a total new spirit: The natural use of technology for communication and data exchange and a new way of collaboration, development, contrubution and consume.

Oct
14
2008
0

CONECT Informunity: Kollaboratives Arbeiten [deutsch]

Ich wurde aufgerufen, einen Vortrag zum Thema “Kollaboratives Arbeiten” zuhalten. Nach mein Kollege Haymo Meran kurz zuvor einem Zukunftsvortrag unter Beisein von Prof. Andrew McAfee und anderen Grössen der Web 2.0 Generation teilnahm, entschied ich mich, mehr mit dem Thema “Enterprise 2.0″ auseinander zu setzen.

Nach mehreren Wochen Recherche und Brainstorming ist, so glaube ich, ein guter Vortrag zu dem spannenden Thema “Enterprise 2.0″ entstanden, der den aktuellen Stand der Wissenschaft wiedergibt.

Finden Sie mehr unter http://www.gentics.com/Content.Node/Future-Network-Collaboration-2008-10-15.php

Written by klaus in: Enterprise 2.0, Klaus-M. Schremser | Tags: ,
Oct
13
2008
0

Enterprise 2.0 - mehr als nur eine Marketingbotschaft [deutsch]

In Boston läuft gerade die Enterprise 2.0 Conference. Das Thema ist spannend und die große Zahl der Teilnehmer ein Beleg dafür, dass viele mehr erfahren wollen, was hinter dem Buzz steckt. Dan Keldsen und Carl Frappaolo von AIIM haben vor wenigen Wochen eine Studie abgeschlossen die verdeutlicht, dass das Thema für die Unternehmen als hoch erfolgskritisch angesehen wird, aber gleichzeitig eine grosse Verwirrung darüber herrscht, was Enterprise 2.0 überhaupt ist.

“High criticality, high confusion” ist ein Resumee dieser Präsentation….

Written by admin in: Enterprise 2.0, Trends | Tags: ,