Nov
04
2009

2. Tag der Enterprise 2.0 Conference in San Francisco

Enterprise 2.0

Enterprise 2.0

Los ging’s mit einer Serie an Keynotes. Allen voran Tammy Erickson von nGernera (Don Tapscott). Schon am Morgen wurde ich mit einer Serie an neuen Buzz Words durchgeschüttelt. Gen Y soll wohl die Net Generation sein, die Don Tapscott beschreibt. Mein amerikanischer Kollege mit dem ich die Keynotes lauschte ist auch nicht begeistert von diesen Buzz Words. Change war definitiv das am meisten gehörte Word. Es kam mir beinahe so vor als ob Obama eine Gehirnwäsche durchgeführt hätte und 90% der Wörter aus dem amerikanischen Vokabular gestrichen hätte. Als ob es bis heute keine Veränderung gegeben hätte und wir immer noch wie vor Millionen von Jahren leben würden… Chrtistian Finn, Director of SharePoint Product Management hat sich mit einer Kollegion als seeehr kreativ erwiesen: Er spielte sharepoint 2010 und und hatte ein Speedating mit einer Userin. Uhhhh. Anders war es auf jeden Fall. Andrew McAfee, father of Enterprise 2.0 ist wie immer sehr souverän aufgetreten. Er hatte auch was neues mit dabei. Die Top Enterprise 2.0 No-No’s. http://sn.im/t1qn3

  1. Saying our existing modes and tools will soon be obsolete
  2. Walled gardens
  3. Accentuate negative tendencies
  4. Declare a war on e-mail
  5. Fall in love with feature

Rob Tarkoff,  Adobe hat nichts besonderes zu sagen. Zumindest ist mir nichts hängen geblieben. Er hat einen Health care Use case vorgezeigt. Allerdings nur theoretisch. Leider nicht sehr gehaltvoll.

Exploring early Enterprise 2.0 Methologies

Hinchcliffe hat einige Punkte aus der gestrigen session wiederholt und mit neuen interessanten Inforamtionen ergänzt. 3 wichtige Punkte hat er genannt die bei jedem E2.0 Projekt berücksichtigt werden müssen:

  • address business concerns
  • deliver business value
  • help organisation acquire social computing competency
Ausserdem hat die Kostenverteilung bei E2.0 Projekten kurz angeschnitten und folgende Verteilung genannt:
cost of implementing E2.0
  • tools: 15%
  • integration: 25%
  • community management 25%
  • IT support 15%
  • project management 20%
Wie schon oft gehört sind tool oder Lizenzkosten meist nur ein kleiner Anteil der Gesamtkosten bei der Einführung von E2.0.
case study in Enterprise Micro-Blogging
Viele Unternehmen habe versucht die Nutzung von Twitter, Yammer und diversen Abkömmlingen aus verschiedenen Gesichtspunkten zu betrachten. Es konnte meiner Ansicht nach keine einzelner Nutzen gefunden werden der eindeutig die Nutzung von microblogging rechtfertigen könnten. Die Meinungen welches Kommunikationsmittel durch Microblogging abgelöst werden wird gingen auch sehr auseinander. Einig war man sich dass es als natürlich anzuwendenden Kommunikationsmittel verwendet werden kann. Es sind aber unterschiedliche Nutzungsmethoden zu unterscheiden. Nutzt man es zur Informationsgewinnung, Steigerung der Innovationsgrades und zur Inspiration ist eine hohe Zahl an followers und postings gut und gewünscht. Nutzt man es als Kommunkationsmittel innerhalb eines Unternehmens so sind viele follower und eine hohe Anzahl an posting eher hinderlich. Wie gut, dass man bei twitter blocken kann :)
Social Analytics: A New Source of Business Intelligence
Die Analyse von sozialen Aktivitäten ist ein wichtiger Bestandteil der E2.0 Aktivitäten geworden. Wichtig sind bei social Analytics weniger die Statistischen Daten (Wie viele Postings macht ein User) als seine Verbindungen. Wer spricht mit wem? In großen Unternehmen und in Kommunikation mit den Kunden sind die Beziehungen von Personen zueinander die interessanten Informationen. Auch hierbei sind realtime Daten gefragt, das die tool vor eine große Herausforderung stellt. Social analytics wird z.B auch dazu verwendet und in einem Intranet Informationen von Personen aus meinem persönlichem Umfeld höher zu werten als solche von mir unbekannten Personen.
The Secrect Sauce of Enterprise 2.0 Success at Booz Allen Hamilton
Booz Allen Hamilton ist eine Beratungsfirma im Juristischen Bereich. Zweit senior Partner haben über die Einführung und Nutzung ihres Intranet Systems gesprochen. Wichtig für sie war die Kommunikation von Telefon, Email und Besprechungen online und damit einsehbar zu bringen. Sachliche Diskussionen von Führungskräften werden über die Plattform ausgetragen. Diese Transparenz war zuerst nicht von allen sofort akzeptiert und hat auch Probleme mit sich gebracht. Besonders wichtig für Booz Allen Hamilton die die richtige Person für den richtigen Job zu finden und das hat die Plattform verbessert. Aussderm haben die Mitarbeiter begonnen über das Netzwerk Verbindungen zu knüpfen die sie tief mit dem Unternehmen verbinden. Würden sie das Unternehmen verlassen würden sie diese Verbindungen verlieren und das überlegt sich ein Mitarbeiter 2x.
IDEO on Enterprise 2.0: How to build collaborative Software that will people actually use
Gentry hat eine phänomenale Präsentation zum Thema Userinterface gebracht. Die Präsentation war so beeindruckend, dass man sich kaum auf die Inhalte konzentrieren konnte. Im wesentlichen ging er auf die Problemtik ein, dass es sich bei E2.0 nicht nur um Technologie sondern auch um System design (content, einführung) und Organisation Design dreht. Ausserdem hat er ein 5 Punkte System vorgestellt von dem er glaubt, dass es für hilft eine E2.0 Plattform erfolgreich zu machen.
  1. build pointers to people (like facebook)
  2. reward individual participation
  3. intuitive interface
  4. take the road more travelled
  5. iterate early and often
Abschließend hat er noch eindringlich darauf hingewiesen, dass Inferface Desing nicht Mensch zu Computer sondern Mensch zu Mensch sein soll.
The future of Social Messaging in the Enterprise
Diese Session war mehr eine Diskussionsrunde von verschiedenen hochkarätigen CEOs. Leider war der Inhalt dafür nicht besonders ansprechen. Wiedermal haben wir gehört, dass die Person als solche im Mittelpunkt steht. Jo. Was allerdings alle gemein hatten und vermutlich auch für die gesamte E2.0 Branche gilt ist, dass die Beschaffung von E2.0 Tools in den meisten Fällen NICHT den normalen Beschaffungsweg beschreitet. Damit ist auch der übliche sales Prozess nicht mehr erfolgreich und es werden andere Methoden verwendet. “Testing for free” und “buy when you like it” ist die gänige Variante. Auch Yammer macht es so. Interessant nur, dass viele Yammer User mit denen  ich in den letzten Tagen gesprochen habe keinen kommerziellen Account haben. Wie verdienen die dann ihr Geld?
Zusammenfassend interessanter Tag mit netten Inputs. Die großen drängen in die Branche und die kleinen versuchen erwachsen zu werden. Beides gelingt noch nicht ganz. Nächstes Jahr wird die Geschichte schon anderes aussehen.

No Comments »

RSS feed for comments on this post. TrackBack URL

Leave a comment